03.08.2009
Hart im Nehmen: Turbinenschaufeln in Strahltriebwerken
276 Kilonewton Schub erzeugt jedes der vier Triebwerke eines Jumbos beim Start. Dabei werden in jeder Turbinenbrennkammer rund drei Liter Kerosin pro Sekunde verbrannt. Ist die Reisegeschwindigkeit von etwa 950 km/h erreicht, benötigt das Flugzeug nur noch rund 30 Prozent des maximalen Gesamtschubs, also etwa 250 Kilonewton. Das entspricht rund 90.000 PS. Zum Vergleich: Ein ICE bringt je nach Ausführung etwa 12.000 PS auf die Schiene.
Es wird schnell klar, welchen extremen Belastungen Turbinenschaufeln ausgesetzt sind. Ob im Einlauf, im Verdichter oder in der Brennkammer einer Flugzeugturbine. Extreme Drehzahlen, sehr hohe Temperaturen, enorme Zentrifugalkräfte und der permanente Beschuss durch Staubpartikel aus der angesaugten Luft stellen höchste Anforderungen an Material und Fertigung.
Aus diesem Grund kommen bei Turbinenschaufeln ausschließlich hochfeste und hitzebeständige Werkstoffe wie Inconel, Nimonic oder Titan zum Einsatz. Diese High‑Tech‑Materialien erweisen sich jedoch bei der fräsenden Bearbeitung als wahre Fräswerkzeugkiller. Deshalb setzen immer mehr Anwender bei der Herstellung und Instandsetzung der teuren Turbinenschaufeln auf die Schleifbearbeitung.
Für die Haas Multigrind® CB haben wir einen Schleifprozess entwickelt, mit dem sich sämtliche Geometrien einer Turbinenschaufel in einer einzigen Aufspannung bearbeiten lassen. Dieser Prozess reduziert die Werkzeugkosten, sorgt für stabile und sichere Abläufe und garantiert eine maßhaltige Qualität im Mikrometerbereich.
Wenn Sie mehr über diesen Schleifprozess erfahren möchten, freue ich mich über Ihren Kommentar oder Ihre Fragen.
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